Schamanisches Weltbild
Das schamanische Weltbild geht davon aus, dass die gesamte Schöpfung beseelt ist, wodurch eine seelische Vernetzung aller Kreaturen entsteht.
Alles ist mit allem verbunden! Man spricht auch von einem animistischen Weltbild. Diese Sichtweise birgt die Erkenntnis in sich, dass das Leben über die menschliche Existenz hinaus geht und ermöglicht eine Erfahrung des „eingebettet-Seins“ in eine höhere Ordnung.
Das bedeutet, persönliche Transformationen beeinflussen das gesamte soziale und kollektive Umfeld. Und umgekehrt beeinflusst die gesamte beseelte Schöpfung das Individuum.
So verbunden, bekommen die spirituellen Kräfte, jene Kräfte, die das ganze Leben zusammenhalten, eine Bedeutung.
Der Mensch erfährt in diesem Zusammenhang eine Ahnung/ Wahrnehmung des gesamten Lebens über die Sinne und die Ratio hinaus.
Schamanismus heute kann der persönlichen Spiritualität als individueller Entwicklungsweg dienen.
Schamanismus heute
Der Schamanismus bietet eine Brücke zwischen uralter spiritueller Weisheit und modernem Leben. Er ermöglicht Menschen, sich mit ihrer Seele, der Natur und spirituellen Kräften zu verbinden und tiefgreifende persönliche Transformationen zu erfahren
Er kann Antworten auf moderne Bedürfnisse bieten, wie z.B. die Sinnsuche in säkularisierter Gesellschaft oder die Naturverbundenheit in einer urbanisierten Umwelt
Moderne Praktiken und Techniken
Die Kernelemente der schamanischen Arbeit zur Unterstützung von Heilungsprozessen sind:
- Trancezustände durch Trommeln, Rasseln, Gesänge, Räucherrituale und meditative Techniken
- Krafttierarbeit: Die Arbeit mit einem Krafttier ermöglicht den Zugang zu unseren eigenen, inneren im Verborgenen liegen Kräften
- Naturverbindung: Nutzung der heilenden Kraft der Natur durch intuitive Wanderungen, auch Schwellengänge genannt.
- Gemeinschaftsrituale: Bündelung von Kräften in Gruppen für tiefere Transformation
- Das Medizinrad: Medizinräder – die Räder des Lebens – stellen in ihrer Abbildung symbolisch die Schöpfungsordnung der Natur dar.


