#15155
Ursa Braun
Teilnehmer

ihr lieben Heldinnen und Helden,
ic bin noch ganz bewegt von unserer gemeinsamen Reise und will Euch Stammesschwestern und -Brüdern den versprochenen Text gleich weitergeben. ier ist er so, wie er mir vor ca. 10 Jahren zugeschickt wurde:

Ich suche meinen Stamm

Ich suche meinen Stamm. Die Leute meines Stammes sind leicht zu erkennen:

Sie gehen aufrecht, haben Funken in den Augen und ein Schmunzeln auf den Lippen…

Sie sind durch ihre eigene Hölle gegangen, haben ihre Schatten und Dämonen angeschaut,
angenommen und offenbart.

Sie sind keine Kinder mehr, wissen wohl, was ihnen angetan worden ist, haben ihre Scham und
Rage explodieren lassen und dann die Vergangenheit abgelegt, die Nabelschnur abgeschnitten
und die Verzeihung ausgesprochen.

Weil sie nichts mehr verbergen wollen, sind sie klar und offen.
Weil sie nicht mehr verdrängen müssen, sind sie voller Energie, Neugierde und Begeisterung.
Das Feuer brennt in ihrem Bauch!

Die Leute meines Stammes kennen den wilden Mann und die wilde Frau in sich und haben keine
Angst davor. Sie halten nichts für gegeben oder selbstverständlich, prüfen nach, machen ihre
eigenen Erfahrungen und folgen ihrer eigenen Intuition.

Die Männer freuen sich an ihrer weiblichen Seite und genießen ihre Männlichkeit.
Die Frauen freuen sich an ihrer männlichen Seite und genießen ihre Weiblichkeit.

Männer und Frauen meines Stammes begegnen sich auf der gleichen Ebene, achten und schätzen
ihr “Anders-Sein”, konfrontieren sich ohne Bosheit und lieben ohne Rückhalt.

Leute meines Stammes gehen oft nach Innen, um sich zu sammeln, Kontakt mit den eigenen Wurzeln
aufzunehmen und sich wieder zu finden, falls sie sich durch den Rausch des Lebens verloren haben.

Und dann kehren sie gerne zu ihrem Stamm zurück, denn sie mögen teilen und mitteilen, geben
und nehmen, schenken und beschenkt werden… und jeder freut sich und heißt sie willkommen.
Sie erleben dann Wärme, Geborgenheit und Intimität.
Getrennt fühlen sie sich nicht verloren wie kleine Kinder und können gut damit umgehen.
Sie leiden aber an der Isolation und sehnen sich nach ihren Seelenbrüdern und -schwestern.

Ich rufe meinen Stamm!

Die Zeit unserer Begegnung ist gekommen.

(Quelle leider unbekannt)

 

Sollte ich heute eine Überschrift für den Text wählen, würde ich ihn “Ich rufe meinen Stamm” nennen.  Ich suche nicht nur – ich finde, denn mir  sind – seit ich hier in die unmittelbare Nähe der Helfensteine gezogen bin – schon etliche wunderbare Menschen dieses  besonderen Stammes begegnet, zu dem auch ihr – wir alle – gehören… Danke, dass Ihr Euch zeigt/ gezeigt habt!

Da ich die Urheber von wunderbaren Texten gerne würdige, habe ich mich im woldwideweb nochmal auf die Suche danach begeben.
Mit kleinen Änderungen/Ergänzungen ist der Text mehrfach zu finden, am häufigsten werden die “Prophezeihungen der Hopi” als Quelle angegeben (einmal mit dem Ursprungsjahr 1992)… Wie dem auch sei: Entscheidend ist,  zu wissen, dass es uns gibt und unser Stamm weiter  wächst…

Ich sende Euch Herzensgrüße, wünsche Euch gute Integration des Neuen, das sich an diesem Wochenende gezeigt hat und leichte, aufrechte, gesegnete  Schritte auf Euren Wegen. Bis zum Wiedersehen alles Liebe

Ursa