#13359
Sonntagskind
Teilnehmer

Ihr liebe Heldinnen und Helden,
liebe Klang- und Energiekörper,
liebe Mitreisende,
liebe Tänzerinnen und Tänzer,

Eure positiven Rückmeldungen tun gut. Barbara und Erhard, Euer Mut und Eure Führung tun gut. Mit meinen lieben Freundinnen Iris und Birgit wenigstens chatten zu können tut gut. Das kreatürliche Potenzial anzapfen und in sich wachsen lassen tut gut. Dem Leben mit Begeisterung entgegentreten tut gut – mit allem, wegen allem und trotz allem.

Meine Meinung zur Heldenreise bleibt trotzdem oder gerade deswegen die Gleiche: Ich werde sie nicht durch neue Medien ersetzen. Es wird dann etwas anderes sein und damit etwas, das ich nicht mitgehen werde. Ich sehe einfach nicht die Not, etwas so Wunderbares wie körperliche Gemeinschaft und Nähe, wie physischen und seelischen Energieaustausch im Tanz, wie Gespräche am Frühstückstisch und in der Nacht, wie Augen-Blicke, die alles sagen, wie die pure Freude am anderen Menschen in seiner ganzen LEIB-haftigkeit, durch ein rein virtuelles Wochenende zu ersetzen.

Für mich kann es nur eine zweigeteilte Lösung geben. Gerne lausche ich einer weiteren Videobotschaft, gerne nehme ich Eure Anregungen für Tänze auf, erlebe die Mäusegeschichte und bekomme eine Aufgabe in der Natur, gerne treffe ich mich auch virtuell in einer Kleingruppe – und gerne bin ich bereit dafür auch einen zusätzlichen Obulus zu entrichten. Nicht bereit bin ich für Programm von Freitag bis Sonntag abwechselnd am Computer und für mich allein. Und auch nicht bereit für ein Treffen mit 45 Personen online – aber da muss ich dann ja auch nicht einschalten.

Und ich möchte das Wochenende körperlich wiederholt wissen – und so habe ich es jetzt auch verstanden in Eurer Rundmail. Irgendwann können wir uns wieder begegnen –  und wie in jeder guten Heldengeschichte bin ich bereit zu warten (im Märchen muss der Held immer erst mind.  7 Jahre schlafen/Frondienst leisten/ein Frosch sein/als Bettler durch die Lande ziehen usw…) bis unsere Zeit gekommen ist.

Der zweite Punkt, der für mich extrem wichtig ist: Das Tool “Zoom”. Ich habe hier sicherlich den Vorteil an der Quelle zu sitzen, denn mein Partner ist quasi Mr. IT-Sicherheit – und durch ihn lese ich die “richtigen” Kommentare und kann mir ein Bild machen ohne gleich der komplette Technikfreak zu sein. Zoom ist von seiner ganzen Code-Programmierung falsch. Ja, sie sagen, sie haben jetzt nachgebessert – aber da kann nichts nachgebessert werden, weil der Fehler im Code liegt. Das Tool kompromittiert Eure Computer und liest sämtliche Daten (auch die sensiblen Daten Eurer Kontakte) und sie sind frei verfügbar, über 500T Datensätze sind schon im DarkNet verkauft worden  – und nichts, was sie jetzt angeblich nachbessern kann das beheben … und wenn wir davon reden bewusster in die Welt zu treten und sie bewusster mitzugestalten, dann müssen wir uns auch mit der virtuellen Welt auseinandersetzen – und zwar richtig. Auch ich lerne jeden Tag noch dazu, auch ich bin da schon leichtfertig gewesen, und ich hebe jetzt nicht wie Frau Oberlehrerin den Finger – ich setze mich einfach schon länger mit diesen Dingen auseinander und möchte Euch dafür einfach sensibilisieren. Ich habe Zoom sofort wieder deinstalliert und kann das auch nur jedem raten, dem seine Daten nicht egal sind und der vielleicht auch eigene Kundendaten auf dem Rechner hat. Ich weiß, das macht jetzt wieder zusätzlich Angst, damit will sich niemand beschäftigen, das ist doch sicherlich alles nicht so schlimm…aber ich kann so etwas nicht in positivere und blumigere Worte packen, denn es ist leider richtig schlimm.

Liebe Barbara und Erhard – ich habe recherchiert und schicke Euch meine Idee in einer separaten Mail. Es gibt wesentlich sicherere Alternativen. Die sind nicht kostenfrei, aber auch hier denke ich, dass das lösbar ist über einen Mini-Obolus, um ein paar Monate eine Lizenz zu erwerben.

So – das ist jetzt alles aus mir rausgesprudelt. Verzeiht mir meine Direktheit, aber daran wird vielleicht deutlich wie wichtig mir die körperliche Gemeinschaft mit EUCH ist. Sie ist mir heilig, sie geht mir über alles.
Nein – ich gebe den Schatz nicht auf, den ich gefunden habe – ich werde dafür kämpfen…und vielleicht geschieht das Unmögliche.

Neue Medien als Ersatz: NEIN.
Neue Medien als Ergänzung, um den Faden nicht zu verlieren: Ja.
Neue Medien generell: Ja, aber sicher und bewusst ausgewählt und eingesetzt.

Alles Liebe für Euch

Katrin